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diff --git a/LaTeX/chapters/implementierung.tex b/LaTeX/chapters/implementierung.tex index 8d281ce..ed70dc3 100644 --- a/LaTeX/chapters/implementierung.tex +++ b/LaTeX/chapters/implementierung.tex @@ -137,7 +137,7 @@ In der Implementierung wird zwischen drei Haupttypen von Ereignissen unterschied \item \textit{events.internal}: In diesem Paket befinden sich alle Ereignisse, die vom Simulator intern verwendet werden. Bevor der Simulator von diesen Ereignissen Gebrauch machen kann, muss er vorher einige Spezialbehandlungen durchführen.
\begin{itemize}
\item \textit{VSAbstractInternalEvent}: Diese Klasse stellt weitere Methoden zur Verfügung, die von allen internen Ereignissen benötigt werden. Derzeit betrifft dies nur Methoden zur Serialisierung der gegebenen Objekte. Auf die Serialisierung (Abspeichern/Laden) von Simulationen wird später noch genauer eingegangen.
- \item \textit{VSMessageReceiveEvent}: Diese Klasse wird für die Ankunft einer Nachricht bei einem Empfangsprozess benötigt. Sie kapselt die eigentliche Nachricht und überprüft, ob der Empfangsprozess das zur Nachricht dazugehörige Protokoll versteht. Diese Klasse überprüft auch die Simulationseinstellung ``Nur relevante Nachrichten anzeigen'' und entscheidet, ob die Nachricht nach Eintreffen in der Visualisierung und im Loggfenster berücksichtigt werden soll oder nicht.
+ \item \textit{VSMessageReceiveEvent}: Diese Klasse wird für die Ankunft einer Nachricht bei einem Empfängerprozess benötigt. Sie kapselt die eigentliche Nachricht und überprüft, ob der Empfängerprozess das zur Nachricht dazugehörige Protokoll versteht. Diese Klasse überprüft auch die Simulationseinstellung ``Nur relevante Nachrichten anzeigen'' und entscheidet, ob die Nachricht nach Eintreffen in der Visualisierung und im Loggfenster berücksichtigt werden soll oder nicht.
\item \textit{VSProtocolEvent}: Diese Klasse implementiert gleichzeitig vier verschiedene Ereignisse: Das Aktivieren/Deaktivieren eines Servers/Clients eines gegebenen Protokolls. Der Ereigniseditor berechnet anhand der verfügbaren Protokolle automatisch alle möglichen Kombinationen und bietet sie dem Anwender in seiner Auswahl an. Für alle dieser vier Ereignisse wird jeweils ein Objekt von \textit{VSProtocolEvent} verwendet, jedoch mit jeweils anderen Attributwerten.
\item \textit{VSProtocolScheduleEvent}: Diese Klasse wird für die Wecker-Ereignisse benötigt. Wecker-Ereignisse können nur von Protokollen (mehr dazu später) erstellt werden. \textit{VSProtocolScheduleEvent} besitzt eine Referenz auf das gegebene Protokoll und ruft bei Ereigniseintrittszeit entweder die Methode \textit{onServerScheduleStart} bei einem Server- oder \textit{onClientScheduleStart} bei einem Clientprotokoll auf.
\end{itemize}
@@ -241,7 +241,7 @@ Die Kapselung eines \textit{VSAbstractEvent}-Objektes in einem \textit{VSTask}-O Jede Simulation besitzt genau eine Instanz von \textit{VSTaskManager}. Eine Instanz dieser Klasse stellt den Task-Manager dar. Er verwaltet alle \textit{VSTask}-Instanzen und überprüft periodisch, ob es auszuführende Ereignisse gibt. Der Task-Manager unterscheidet zwischen globalen und lokalen Ereignissen. Hierbei werden alle globalen Ereignisse (gekapselt in einem \textit{VSTask}-Objekt) in einer Prioritäts-Warteschlange abgelegt. Die Prioritäts-Warteschlange stellt hierbei die korrekte Ereigniseintrittsreihenfolge sicher. Da sich die lokalen Zeiten aller beteiligten Prozesse voneinander unterscheiden können, muss für jeden Prozess eine separate lokale Prioritäts-Warteschlange verwendet werden, auf die jedes Prozessobjekt seine eigene Referenz hat. In den lokalen Warteschlangen sind die geplanten lokalen Ereignisse (auch gekapselt in einem \textit{VSTask}-Objekt) abgelegt. Der Task-Manager greift über eine \textit{java.util.ArrayList} auf alle Prozessobjekte zu und kann somit auch auf alle lokalen Warteschlangen zugreifen und verwalten.
-Eine Instanz von \textit{VSMessage} stellt eine Nachricht dar, die von einem Prozess verschickt wird. Für jedes Versenden einer Nachricht wird hiervon eine Instanz gebildet, wo der Senderprozess die zu verschickende Daten ablegt. Da \textit{VSMessage} von \textit{VSPrefs} erbt, können zwischen zwei Prozessen beliebige Datentypen (Tabelle \ref{tb:VariablenDatentypen}) über eine Nachricht verschickt werden. Anschließend wird für jeden Empfangsprozess das neues Ereignisobjekt der Klasse \textit{VSMessageReceiveEvent} angelegt, welches eine Referenz der verschickten Nachricht besitzt (Abbildung \ref{fig:Wrapping}). Danach wird ein \textit{VSTask}-Objekt instantiiert, wo die Referenz auf das Ereignisobjekt und das dazugehörige Prozessobjekt sowie die Ereigniseintrittszeit als Attribute gespeichert werden. Das \textit{VSTask}-Objekt wird dann dem Task-Manager übergeben, der das dazugehörige Ereignis ausführt, wenn die Ereigniseintrittszeit eingetroffen ist. Via Java-Polymorphie wird das \textit{VSMessageReceiveEvent}-Objekt in ein \textit{VSAbstractEvent} umgewandelt.
+Eine Instanz von \textit{VSMessage} stellt eine Nachricht dar, die von einem Prozess verschickt wird. Für jedes Versenden einer Nachricht wird hiervon eine Instanz gebildet, wo der Senderprozess die zu verschickende Daten ablegt. Da \textit{VSMessage} von \textit{VSPrefs} erbt, können zwischen zwei Prozessen beliebige Datentypen (Tabelle \ref{tb:VariablenDatentypen}) über eine Nachricht verschickt werden. Anschließend wird für jeden Empfängerprozess das neues Ereignisobjekt der Klasse \textit{VSMessageReceiveEvent} angelegt, welches eine Referenz der verschickten Nachricht besitzt (Abbildung \ref{fig:Wrapping}). Danach wird ein \textit{VSTask}-Objekt instantiiert, wo die Referenz auf das Ereignisobjekt und das dazugehörige Prozessobjekt sowie die Ereigniseintrittszeit als Attribute gespeichert werden. Das \textit{VSTask}-Objekt wird dann dem Task-Manager übergeben, der das dazugehörige Ereignis ausführt, wenn die Ereigniseintrittszeit eingetroffen ist. Via Java-Polymorphie wird das \textit{VSMessageReceiveEvent}-Objekt in ein \textit{VSAbstractEvent} umgewandelt.
Erwähnenswert ist auch die Klasse \textit{VSMessageStub}, welche ein \textit{VSMessage} kapselt. Ihr Zweck ist das Verstecken einiger Methoden vor dem Protokoll-API, welches für die Erstellung eigener Protokolle dient. Der Protokoll-Entwickler soll möglichst nichts falsch machen können und deswegen soll den Protokoll-API ein eingeschränkter Funktionsumfang zur Verfügung gestellt werden. Da sich \textit{VSMessageStub} im selben Paket wie \textit{VSMessage} befindet, kann \textit{VSMessageStub} auf paket-private Methoden von \textit{VSMessage} zugreifen. Protokolle hingegen werden in einem anderen Paket implementiert und haben somit keinen Zugriff auf diese paket-privaten Methoden. Zwar kann der Protokollentwickler ein eigenes \textit{VSMessageStub}-Objekt anlegen, jedoch kann er auf diese Weise besser unterscheiden auf welche Methoden er zugreifen sollte und auf welche nicht. Das Protokoll-API wird später genauer behandelt.
@@ -252,7 +252,7 @@ Erwähnenswert ist auch die Klasse \textit{VSMessageStub}, welche ein \textit{VSM \label{fig:Wrapping}
\end{figure}
-Der Task-Manager speichert anschließend in der globalen Warteschlange die Nachrichtenempfangsereignisse. Die Nachricht kommt bei einem Empfangsprozess an, sobald das Ereignis für den Empfang eintritt. Für die korrekte Implementierung der Lamport- und Vektor-Zeitstempel wird jeder Nachricht automatisch eine Referenz auf die Lamport- sowie auf die Vektorzeit des sendenden Prozesses als Attribut beigefügt. Für die Überprüfung des Protokolls wird in jeder Nachricht auch der Klassenname des jeweiligen Protokolls abgespeichert.
+Der Task-Manager speichert anschließend in der globalen Warteschlange die Nachrichtenempfangsereignisse. Die Nachricht kommt bei einem Empfängerprozess an, sobald das Ereignis für den Empfang eintritt. Für die korrekte Implementierung der Lamport- und Vektor-Zeitstempel wird jeder Nachricht automatisch eine Referenz auf die Lamport- sowie auf die Vektorzeit des sendenden Prozesses als Attribut beigefügt. Für die Überprüfung des Protokolls wird in jeder Nachricht auch der Klassenname des jeweiligen Protokolls abgespeichert.
Eine Instanz von \textit{VSInternalProcess} repräsentiert einen simulierten Prozess. Ein \textit{VSInternalProcess} stellt alle vom Simulator intern verwendeten Methoden zur Verfügung, während ein \textit{VSAbstractProcess} lediglich Methoden hat, die der Protokollentwickler für die Erstellung eigener Protokolle verwenden darf. Da \textit{VSAbstractProcess} abstrakt ist und hiervon keine Instanz gebildet werden darf, muss für einen neuen Prozesses stets ein \textit{VSInternalProcess}-Objekt erstellt werden. Via Polymorphie wird dieses Objekt nach \textit{VSAbstractProcess} umgewandelt und so dem Protokoll-API zur Verfügung gestellt. Beispielsweise darf mit \textit{getTasks()} nur vom Simulator intern auf die Prioritäts-Warteschlangen zugegriffen werden, während man im Protokoll-API selbiges vermeiden sollte und auch gar nicht direkt möglich ist. Hierfür hätte man auch ein Stub-Objekt \textit{VSProcessStub} implementieren können. Da aber so gut wie alle paar Millisekunden auf die Methoden von \textit{VSInternalProcess} zugegriffen wird, wurde hier aus Performancegründen der Weg über eine Vererbungungsstufe preferiert.
@@ -426,7 +426,7 @@ Wenn die Simulation zurückgesetzt wird, dann wird auch \textit{pids} reinitialis }
\end{code}
-In \textit{onClientStart} wird geprüft, ob eine Clientanfrage gestartet werden soll. Wenn dies der Fall ist (wenn von mindestens einem beteiligten Prozess noch keine Bestätigung erhalten wurde), wird ein neues Nachrichtenobjekt erstellt, und mit dem Inhalt \textit{Boolean: isMulticast=true} verschickt (intern wird hier für jeden Empfangsprozess ein \textit{VSMessageReceiveEvent} erzeugt). Mit \textit{scheduleAt} wird ein Wecker festgelegt, zur welchen lokalen Prozesszeit die Methode \textit{onClientSchedule} aufgerufen werden soll (intern wird hier ein \textit{VSProtocolScheduleEvent} erzeugt):
+In \textit{onClientStart} wird geprüft, ob eine Clientanfrage gestartet werden soll. Wenn dies der Fall ist (wenn von mindestens einem beteiligten Prozess noch keine Bestätigung erhalten wurde), wird ein neues Nachrichtenobjekt erstellt, und mit dem Inhalt \textit{Boolean: isMulticast=true} verschickt (intern wird hier für jeden Empfängerprozess ein \textit{VSMessageReceiveEvent} erzeugt). Mit \textit{scheduleAt} wird ein Wecker festgelegt, zur welchen lokalen Prozesszeit die Methode \textit{onClientSchedule} aufgerufen werden soll (intern wird hier ein \textit{VSProtocolScheduleEvent} erzeugt):
\begin{code}
public void onClientStart() {
if (pids.size() != 0) {
@@ -580,7 +580,7 @@ for (i = s; i < s + v + p && i < e; i++) \item Bei Punkt 2 mit neuer Startzeit $s := s + v + p$ weitermachen.
\end{enumerate}
-Hinzu kommt noch die Berücksichtigung der Simulationsvariable \textit{sim.clock.speed}, die wegen der Übersicht im Algorithmus nicht dargestellt wurde. Intern hat der Simulator die echte Zeit und die Simulationszeit abgespeichert. Es werden ständig die verstrichenen echten Zeiten gemessen und anschließend anhand von \textit{sim.clock.speed} die neuen tatsächlichen Simulationszeiten berechnet. Rundungsfehler werden pro Durchgang in eine \textit{double}-Variable (Fließkommazahl doppelter Genauigkeit) abgespeichert und wenn der Betrag der Rundungsfehler $>= 1$ ist, dann werden davon die ganzen Wertanteile in der Simulationszeit berücksichtigt.
+Hinzu kommt noch die Berücksichtigung der Simulationsvariable \textit{sim.clock.speed}, die wegen der Übersicht im Algorithmus nicht dargestellt wurde. Intern hat der Simulator die echte Zeit und die Simulationszeit abgespeichert. Es werden ständig die verstrichenen echten Zeiten gemessen und anschließend anhand von \textit{sim.clock.speed} die neuen tatsächlichen Simulationszeiten berechnet. Rundungsfehler werden pro Durchgang in eine \textit{double}-Variable (Fließkommazahl doppelter Genauigkeit) abgespeichert und wenn der Betrag der Rundungsfehler $>= 1$ ist, dann werden davon die ganzen Wertanteile in der Simulationszeit berücksichtigt. F\"{u}r jede lokale Prozesszeit sowie der dazugeh\"{o}rigen lokalen Uhrabweichung und den lokale Ereignisse wird \"{a}hnlich verfahren.
Jede Simulation besitzt somit seinen eigenen Simulationsthread. Bei mehreren parallel laufenden Simulationen laufen auch mehrere parallele voneinander unabhängige Threads. Des Weiteren gibt es noch den Java Swing-Thread, der für die GUI und der Anwenderinteraktion zuständig ist. Der Anwender kann zu jedem Zeitpunkt in die Simulation eingreifen. Anwendereingriffe werden deswegen synchronisiert, da es ansonsten zu zeitgleichen Zugriffen/Änderungen gleicher Objekte kommen kann und somit eine Java-Ausnahme geworfen wird die das Stoppen eines Threads verursacht.
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