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| author | Paul Buetow <paul@buetow.org> | 2008-07-23 22:09:43 +0000 |
|---|---|---|
| committer | Paul Buetow <paul@buetow.org> | 2008-07-23 22:09:43 +0000 |
| commit | 413d812ebde77dd2a7c0ecc6fbd5a69b8822f356 (patch) | |
| tree | 4400ee3eb2eccdca2d6211fe9df51e29f09629f2 /LaTeX/chapters | |
| parent | 808f3ae2ecc8f95ceba5eb4f92edee6bc02c1211 (diff) | |
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Diffstat (limited to 'LaTeX/chapters')
| -rw-r--r-- | LaTeX/chapters/introduction.tex | 2 | ||||
| -rw-r--r-- | LaTeX/chapters/simulator.tex | 36 |
2 files changed, 28 insertions, 10 deletions
diff --git a/LaTeX/chapters/introduction.tex b/LaTeX/chapters/introduction.tex index ab223b6..ac9f434 100644 --- a/LaTeX/chapters/introduction.tex +++ b/LaTeX/chapters/introduction.tex @@ -61,7 +61,7 @@ Konkrete Beispiele zu den Lamport- und Vektorzeiten werden sp\"{a}ter anhand ein \subsubsection{Ereignisse} -Eine Simulation besteht aus der Hintereinanderausf\"{u}hrung von endlich vielen Ereignissen. Beispielsweise kann es ein Ereignis geben, welches einen Prozess eine Nachricht verschicken- oder den Prozess selbst abst\"{u}rzen l\"{a}ßt. Jedes Ereignis tritt zu einem bestimmten Zeitpunkt ein. Wenn es zeitgleiche Ereignisse gibt, so werden sie in Wirklichkeit ebenso hintereinander ausgef\"{u}hrt, erscheinen aber in der Simulation als ob sie parallel ausgef\"{u}hrt w\"{u}rden. Dieser Umstand ist auf die Implementierung des Simulators zur\"{u}ckzuf\"{u}hren, worauf sp\"{a}ter noch genauer eingegangen wird. Dem Benutzer des Simulators st\"{o}rt dies jedoch nicht, da Ereignisse aus seiner Sicht parallel ausgef\"{u}hrt werden k\"{o}nnen. +Eine Simulation besteht aus der Hintereinanderausf\"{u}hrung von endlich vielen Ereignissen. Beispielsweise kann es ein Ereignis geben, welches einen Prozess eine Nachricht verschicken- oder den Prozess selbst abst\"{u}rzen l\"{a}ßt. Jedes Ereignis tritt zu einem bestimmten Zeitpunkt ein. Wenn es zeitgleiche Ereignisse gibt, so werden sie in Wirklichkeit ebenso hintereinander ausgef\"{u}hrt, erscheinen aber in der Simulation als ob sie parallel ausgef\"{u}hrt w\"{u}rden. Dieser Umstand ist auf die Implementierung des Simulators zur\"{u}ckzuf\"{u}hren, worauf sp\"{a}ter noch genauer eingegangen wird. Dem Benutzer des Simulators st\"{o}rt dies jedoch nicht, da Ereignisse aus seiner Sicht parallel ausgef\"{u}hrt werden. \subsubsection{Protokolle} diff --git a/LaTeX/chapters/simulator.tex b/LaTeX/chapters/simulator.tex index 1b4cb44..11791f0 100644 --- a/LaTeX/chapters/simulator.tex +++ b/LaTeX/chapters/simulator.tex @@ -175,31 +175,49 @@ Der erste Unterschied ist in der Sidebar erkennbar (Abbildung \ref{fig:SidebarEx Eine weitere neue Funktionalit\"{a}t ist die M\"{o}glichkeit einem neuzuerstellenen Ereignis direkt die PID zuzuweisen. Im einfachen Modus wurde, wenn man ein neues Ereignis erstellte, standardm\"{a}ßig immer die PID des aktuell ausgew\"{a}hlten Prozesses (in der obersten Combo-Box) verwendet. In dieser Combo-Box sollte man gegebenenfalls ``Alle Prozesse'' selektieren, damit im Ereigniseditor stets die Ereignisse aller Prozesse aufgelistet werden.
-Weitere Unterschiede machen sich unterhalb des Loggfensters bemerkbar. Dort gibt es unter Anderem zwei neue Checkboxen ``Lamportzeit'' und ``Vektorzeit''. Aktiviert man eine dieser beiden Checkboxen, dann wird die Lamport- beziehungsweise Vektorzeit in die Visualisierung dargestellt. \"{U}bersichtshalber kann man nur jeweils eine dieser beiden Checkboxen aktivieren. Wenn die Lamportzeit-Checkbox bereits aktiviert ist und der Benutzer versucht die Vektorzeit-Checkbox zus\"{a}tzlich zu aktivieren, so wird die Lamportzeit-Checkbox automatisch deaktiviert und virce versa.
+Weitere Unterschiede machen sich unterhalb des Loggfensters bemerkbar. Dort gibt es unter Anderem zwei neue Checkboxen ``Lamportzeit'' und ``Vektorzeit''. Aktiviert man eine dieser beiden Checkboxen, dann wird die Lamport- beziehungsweise Vektorzeit in die Visualisierung dargestellt. \"{U}bersichtshalber kann der Benutzer nur jeweils eine dieser beiden Checkboxen aktivieren. Wenn die Lamportzeit-Checkbox bereits aktiviert ist und der Benutzer versucht die Vektorzeit-Checkbox zus\"{a}tzlich zu aktivieren, so wird die Lamportzeit-Checkbox automatisch deaktiviert und virce versa.
%TODO: Lamport und Vektorzeit definieren!
Die Anti-Aliasing-Checkbox erm\"{o}glicht dem Benutzer Anti-Aliasing zu aktivieren und deaktivieren. Mit aktiviertem Anti-Aliasing werden alle Grafiken der Visualisierung gerundet dargestellt. Aus Performancegr\"{u}nden ist Anti-Aliasing standardm\"{a}ßig deaktiviert.
-Je komplexer eine Simulation wird, desto un\"{u}bersichtlicher werden die Eintr\"{a}ge im Loggfenster. Hier f\"{a}llt es zunehmend schwerer die \"{U}bersicht aller Ereignisse zu behalten. Um dem entgegenzuwirken gibt es im Expertenmodus einen Loggfilter, welcher es erm\"{o}glicht nur die wesentlichen Daten aus den Loggs zu filtern. Der Loggfilter wird anhand der dazugeh\"{o}rigen Checkbox ``Filter'' aktiviert beziehungsweise deaktiviert. In der dahinterliegenden Eingabezeile kann ein regul\"{a}rer Ausdruck in Java-Syntax angegeben werden. Beispielsweise werden mit ``\texttt{PID: (1|2)}'' nur Loggzeilen angezeigt, die entweder ``\texttt{PID: 1}'' oder ``\texttt{PID: 2}'' beinhalten. Alle anderen Zeilen, beispielsweise mit ``\texttt{PID: 3}'', werden nicht angezeigt. Mit aktiviertem Loggfilter werden nur die Loggzeilen angezeigt, auf die der regul\"{a}re Ausdruck passt. Der Loggfilter kann auch nachtr\"{a}glich aktiviert werden. Bereits protokollierte Ereignisse werden jedes Mal erneuert gefiltert. Der Loggfilter kann auch w\"{a}hrend einer laufenden Simulation verwendet werden. Wenn der Loggfilter deaktiviert wird, dann werden wieder alle Nachrichten (auch nachtr\"{a}glich) im Loggfenster angezeigt.
+Je komplexer eine Simulation wird, desto un\"{u}bersichtlicher werden die Eintr\"{a}ge im Loggfenster. Hier f\"{a}llt es zunehmend schwerer die \"{U}bersicht aller Ereignisse zu behalten. Um dem entgegenzuwirken gibt es im Expertenmodus einen Loggfilter, welcher es erm\"{o}glicht nur die wesentlichen Daten aus den Loggs zu filtern. Der Loggfilter wird anhand der dazugeh\"{o}rigen Checkbox ``Filter'' aktiviert beziehungsweise deaktiviert. In der dahinterliegenden Eingabezeile kann ein regul\"{a}rer Ausdruck in Java-Syntax angegeben werden. Beispielsweise werden mit ``\texttt{PID: (1|2)}'' nur Loggzeilen angezeigt, die entweder ``\texttt{PID: 1}'' oder ``\texttt{PID: 2}'' beinhalten. Alle anderen Zeilen, beispielsweise mit ``\texttt{PID: 3}'', werden dabei nicht angezeigt. Mit aktiviertem Loggfilter werden nur die Loggzeilen angezeigt, auf die der regul\"{a}re Ausdruck passt. Der Loggfilter kann auch nachtr\"{a}glich aktiviert werden. Bereits protokollierte Ereignisse werden jedes Mal erneuert gefiltert. Der Loggfilter kann auch w\"{a}hrend einer laufenden Simulation verwendet werden. Wenn der Loggfilter deaktiviert wird, dann werden wieder alle Nachrichten (auch nachtr\"{a}glich) im Loggfenster angezeigt.
\section{Ereignisse}
-Des Weiteren wird hier auf alle Ereignisse eingegangen, die man, wie wir schon gesehen haben, mithilfe des Ereigniseditors programmieren kann.
+Es wird zwischen zwei verschiedenen Haupttypen von Ereignissen unterschieden: Programmierbare Ereignisse und nicht-programmierbare Ereignisse. Programmierbare Ereignisse lassen sich im Ereigniseditor editieren und deren Eintrittszeiten h\"{a}ngen von den lokalen Prozessuhren oder der globalen Uhr ab. Nicht-programmierbare Ereignisse lassen sich hingegen nicht im Ereigniseditor angeben und treten nicht aufgrund einer Uhrzeit auf sondern beispielsweise wenn eine Nachricht eintrifft.
-\subsubsection{Prozessabsturz- und Wiederbelebung}
+\subsubsection{Prozessabsturz- und Wiederbelebung (programmierbar)}
Die beiden grundliegensten Ereignisse sind ``Prozessabsturz'' sowie ``Prozesswiederbelebung''. Wenn ein Prozess abgest\"{u}rzt ist, so wird sein Prozessbalken in rot dargestellt. Ein abgest\"{u}rzter Prozess kann keine weiteren Ereignisse mehr verarbeiten und, wenn er eine Nachricht empfangen sollte, geht diese verloren. Die einzige Ausnahme bildet ein Wiederbelebungsereignis. Ein abgest\"{u}rzter Prozess kann nichts, ausser wiederbelebt werden. W\"{a}hrend eines Prozessabsturzes l\"{a}uft die lokale Prozessuhr, abgesehen der Lamport- und Vektor-Uhren, wie gewohnt weiter. D.h. es k\"{o}nnte sein, dass ein Prozess einige seiner lokalen Ereignisse gar nicht ausf\"{u}hrt, da er zu den Ereigniseintrittszeiten abgest\"{u}rzt ist. Selbiges trifft nat\"{u}rlich auch auf globale Ereignisse zu. Wenn im echten Leben ein Computer abst\"{u}rzt oder abgeschaltet wird, dann l\"{a}uft dort die Hardwareuhr, unabh\"{a}ngig vom Betriebssystem, auch weiter.
-\subsubsection{Aktivierung und Deaktivierung von Protokollen}
+\subsubsection{Aktivierung und Deaktivierung von Protokollen (programmierbar)}
-Wir wissen bereits, dass ein Prozess mehrere Protokolle, sowohl Client- als auch Serverseitig, unterst\"{u}tzen kann. Welches Protokoll von einem Prozess unterst\"{u}tzt wird, kann man anhand von Protokollaktivierungs- und Protokolldeaktivierungsereignissen konfigurieren. Somit besteht die M\"{o}glichkeit, dass ein gegebener Prozess ein bestimmtes Protokoll erst zu einem bestimmten Zeitpunkt unterst\"{u}tzt und ggf. ein anderes Protokoll abl\"{o}st. Jedes Protokoll kann entwender Server- oder Clientseitig aktiviert beziehungsweise deaktiviert werden. Welche Protokolle es gibt wird sp\"{a}ter genauer behandelt.
+Wir wissen bereits, dass ein Prozess mehrere Protokolle Client- und auch Serverseitig unterst\"{u}tzen kann. Welches Protokoll von einem Prozess unterst\"{u}tzt wird, kann der Benutzer anhand von Protokollaktivierungs- und Protokolldeaktivierungsereignissen konfigurieren. Somit besteht die M\"{o}glichkeit, dass ein gegebener Prozess ein bestimmtes Protokoll erst zu einem bestimmten Zeitpunkt unterst\"{u}tzt und gegebenenfalls ein anderes Protokoll abl\"{o}st. Jedes Protokoll kann entwender Server- oder Clientseitig aktiviert beziehungsweise deaktiviert werden. Welche Protokolle es gibt wird sp\"{a}ter behandelt.
-\subsubsection{Weitere Protokollereignisse}
+\subsubsection{Weitere Protokollereignisse (programmierbar)}
-\subsubsection{Nachrichtenempfang}
+Der Benutzer hat die Auswahl zwischen f\"{u}nf weiteren Protokollereignissen:
-\subsubsection{Call-Back Ereignis}
+\begin{itemize}
+ \item Aktivierung des Clients des gegebenen Protokolls
+ \item Aktivierung des Servers des gegebenen Protokolls
+ \item Deaktivierung des Clients des gegebenen Protokolls
+ \item Deaktivierung des Servers des gegebenen Protokolls
+ \item Starten einer Client/Server-Anfrage des gegebenen Protokolls
+\end{itemize}
+
+Ob sich das Ereignis f\"{u}r das Starten einer Anfrage auf den Client oder Server bezieht, h\"{a}ngt vom verwendeten Protokoll ab. Man unterscheidet von Protokollen die Clientseitig- oder Serverseitig eine initiale Anfrage starten. Beispielsweise startet bei dem ``Ping-Pong Protokoll'' der Client- und bei dem ``Commit-Protokollen'' der Server immer die erste Anfrage. Es gibt kein Protokoll, wo Client und Server jeweils eine initiale Anfragen starten k\"{o}nnen.
+
+Bei allen dieser f\"{u}nf Ereignissen kann der betroffene Prozess noch beliebig andere Dinge, abh\"{a}ngig vom Protokoll, tun. Beispielsweise kann er den Inhalt der Nachricht generieren oder lokale Variablen initialisieren oder eine der lokalen Uhzeiten \"{a}ndern oder Wecker f\"{u}r ``Callback Ereignisse'' setzen (mehr dazu sp\"{a}ter).
+
+\subsubsection{Nachrichtenempfang sowie Antwortnachrichten (nicht-programmierbar)}
+
+Nachdem ein Prozess eine Anfragenachricht versendet hat, und ein weiterer Prozess diese Nachricht erh\"{a}lt, so \"{u}berpr\"{u}ft der Empf\"{a}ngerprozess zun\"{a}chst ob er das dazugeh\"{o}rige Protokoll versteht. Wenn es sich um eine Clientnachricht handelt, so muß der Empf\"{a}nger ein Server sein und virce versa. Passt alles, so f\"{u}hrt der Empf\"{a}ngerprozess die vom Protokoll definierten Aktionen aus. In der Regel berechnet der Prozess einen Wert und schickt eine Antwortnachricht zur\"{u}ck. Es k\"{o}nnen aber auch beliebig andere Aktionen ausgef\"{u}hrt werden.
+
+\subsubsection{Callback-Ereignisse (nicht-programmierbar)}
+
+Ein Callback-Ereignis kann von einem Protokoll ausgel\"{o}st werden. Das Protokoll setzt einen Wecker zur welcher lokalen Uhrzeit eine weitere Aktion ausgef\"{u}hrt werden soll. Zum Beispiel lassen sich hiermit Timeouts realisieren, wenn ein Protokoll eine Antwort erwartet, diese aber nicht eintrifft. Nach dem Timeout kann dann eine Anfrage erneuert verschickt werden! Es k\"{o}nnen beliebig viele Callback-Ereignisse definiert werden. Wenn sie noch nicht ausgef\"{u}hrt wurden und aufgrund eines anderen Ereignisses nicht mehr ben\"{o}tigt werden, k\"{o}nnen sie vom Protokoll auch wieder entfernt werden. Wenn ein Callback-Ereignis ausgef\"{u}hrt wird, kann es sich selbst wieder f\"{u}r eine weitere Ausf\"{u}hrung erneuert planen. So lassen sich periodisch wiedereintreffende Ereignisse realisieren. Beispielsweise verwendet das ``Reliable Multicast Protokoll'' Callback-Ereignisse, indem solange Anfragen verschickt werden, bis alle ben\"{o}tigten Antworten vorliegen.
\section{Protokolle}
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